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Morgentau die Tränen einer Göttin v-Fi
medieval ambient, mystical forest, female ethereal vocal, flute intro only, no humming, wooden flute, forest ambience, owl, birds, cinematic, emotional, haunting, echo reverb, ancient myth, slow build, 75 bpm
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Plain text
Der Morgentau
[Intro: flute only, forest ambience, distant owl]
[Strophe 1]
Lang vor der Zeit der Menschenwelt
als Götter über Länder stritten
als jedes Wesen noch erzählt
von Kräften, die durch Wälder glitten
Da lebte sie von Licht umhüllt
so jung, so schön, von Anmut rein
von jedem Wesen heiß begehrt
doch niemand konnte bei ihr sein
[Instrumental: flute, soft echo]
[Strophe 2]
Ein Gott erhob für sie sein Wort
sein Herz voll Macht und voller Glut
doch sie wies ihn in Stille fort
und brach damit des Gottes Mut
Denn fern von Thron und Göttersaal
verlor sie sich in einem Blick
ein Jäger ging durch Wald und Tal
und nahm ihr Herz mit einem Schritt
[Refrain]
Der Morgentau auf jedem Blatt
erzählt von Liebe und von Leid
von einer Macht, die keiner hat
und einer längst verlor’nen Zeit
[Strophe 3]
Sie trafen sich im Morgengraun
wo kein Blick eines Gottes war
versteckt im Wald, im alten Raum
so wurde ihre Liebe wahr
Und aus der Nacht, so still und sacht
entstand ein Kind aus Herz und Licht
geboren aus verbot’ner Macht
doch voller Wärme im Gesicht
[Instrumental: flute solo, emotional]
[Strophe 4]
Doch jener Gott, so tief verletzt
trug Zorn in sich wie loderndes Feuer
sein Herz war dunkel, wild und gehetzt
und schwor sich Rache, kalt und teuer
Er nahm Gestalt von wilder Kraft
ein riesiger Bär aus Zorn geboren
und folgte still und voller Macht
dem Jäger, den sie auserkoren
[Refrain]
Der Morgentau auf kaltem Stein
erzählt von Schmerz und Einsamkeit
von einem Schwur, so hart wie Bein
und einer endlos langen Zeit
[Strophe 5]
Der Jäger zog hinaus allein
durch Wälder tief und ohne Licht
da brach das Tier mit Macht herein
und stellte sich ihm ins Gesicht
Ein Kampf begann, so wild und schwer
mit Blut und Kraft und letzter Not
der Jäger fiel, er konnte nicht mehr
und sank am Ende in den Tod
[Instrumental: flute, slow, echo, distant owl]
[Strophe 6]
Der Gott trat näher, kalt und still
nahm sich das Kind mit dunkler Hand
kein Laut, kein Schrei, kein letzter Wille
nur Leere blieb im weiten Land
Das Kind verschwand in ferner Nacht
kein Wesen hat es je gesehen
kein Lied, kein Ruf hat es gebracht
wohin die Wege weitergehen
[Refrain]
Der Morgentau im ersten Licht
erzählt von einer Mutter Schmerz
von Tränen, die man niemals sieht
doch fallen still aus ihrem Herz
[Bridge]
Die Göttin ruft in dunkler Zeit
ihr Kind, ihr Herz, ihr ganzes Sein
doch durch die Ewigkeit so weit
dringt keine Antwort mehr zu ihr hinein
[Final Refrain]
Der Morgentau auf jedem Gras
sind Tränen, die sie jede Nacht
für das, was sie verloren hat
in stiller Trauer neu entfacht
Der Morgentau, so klar, so rein
fällt leise über Feld und Land
und wird für immer bei uns sein
als Spur aus ihrer Hand
[Outro: flute only, fading forest, owl]