(Strophe 1)
Geboren im Norden, wo der Wind die Tränen frisst,
Wo du als Kind schon lernst, was echte Kälte ist.
Wilhelmshaven war kein Hafen, es war ein offenes Meer,
Sieben Kinder in der Stube, und das Herz war bleischwer.
Drei kleine Lichter gingen aus, bevor sie richtig brannten,
Während die, die schützen sollten, den Weg nach Hause nicht mehr fanden.
(Strophe 2)
Vom Wilhelmshaven nach Delmenhorst ins Wichernstift, und weiter nach Papenburg wo ich lernte mich durchzusetzen, die Faust war dein Gesetz,
Ein junger Panther auf der Jagd, verfangen im falschen Netz.
Du hast Frauen wie Beute gesehen, warst unberechenbar und kühl,
Im Schatten des Mondlichts unterdrücktest du jedes Gefühl.
Ein Jäger in der Dunkelheit, auf der Flucht vor dem, was war,
Hinter Gittern der Vater, und die Zukunft niemals klar.
(Refrain)
Doch heute blickst du in den Spiegel und du sagst: „Ich bin stolz!“
Ein Kerl aus hartem Eisen und aus norddeutschem Holz.
Auf dem Unterarm der Gorilla, der der Vergangenheit die Zähne zeigt,
Damit der Schmerz von früher endlich vor dem Heute schweigt.
Vom Jäger zum Beschützer, vom Sturm zum tiefen See,
Du hast den Hafen gefunden, Sascha – weit weg vom alten Weh.
(Strophe 3)
2018 kam die Wende, das Licht in deine Nacht,
Sie hat den Panzer aufgebrochen, hat die Liebe mitgebracht.
Die Hand, die früher zugeschlagen hat, hält heute ihre Hand,
Pflegegrad 3, doch für dich ist sie das gelobte Land.
Du fährst den Bus durch die Straßen, trägst die Verantwortung mit Plan,
Und wenn du die Kutte überstreifst, fängt deine Freiheit an.
(Bridge)
Kein Club-Patch auf dem Rücken, nur der Wind in deinem Bart,
Ein Freebiker im Herzen, die Seele weich, die Schale hart.
Opa schaut vom Himmel zu, er sieht sein „Ein und Alles“ hier,
Er sieht den Mann mit dem Gorilla-Mut, er ist stolz auf dich
Du weinst bei Filmen, fühlst den Schmerz, hast die Maske abgelegt,
Weil wahre Stärke darin liegt, wer den anderen sicher trägt.
(Refrain)
Ja, du blickst in den Spiegel und du sagst: „Ich bin stolz!“
Ein Kerl aus hartem Eisen und aus norddeutschem Holz.
Auf dem Unterarm der Gorilla, der der Vergangenheit die Zähne zeigt,
Damit der Schmerz von früher endlich vor dem Heute schweigt.
Vom Jäger zum Beschützer, vom Sturm zum tiefen See,
Du hast den Hafen gefunden, Sascha – weit weg vom alten Weh.
(Outro)
Der Panther im Mondlicht wacht...
Der Gorilla beißt die Schatten weg...
49 Jahre Weg...
Endlich...
Angekommen.